Velbert, die Stadt der Schlösser und Beschläge

Eisengießerei August Beer in Velbert




Lieber Besucher,
ich suche für diese Seite Fotos aus der Zeit,
als die Eisengießerei noch im Betrieb war, gerne auch aus den Anfangszeiten der Gießerei.
Ich freue mich, sollten Sie mir entsprechende Fotos zur Verfügung stellen.
Einen lieben Gruß
Susanne

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.


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Die Eisengießerei August Beer Guss GmbH in Velbert-Mitte gehörte lange Zeit zu den renommierten und größeren Eisen verarbeitenden Betrieben in Velbert. Mit der zunehmenden Konkurrenz aus Asien und dem allgemeinen Rückgang der Eisenproduktion in Deutschland musste in den 1990er Jahren zunächst ein Teil der Fabrik stillgelegt und einige Jahre später die gesamte Produktion von Eisengussteilen eingestellt werden. 10 Jahre lag das Gelände mit zahlreichen Gebäuden brach, bevor ab Anfang März 2007 der Abriss folgte.
Das Verwaltungsgebäude an der Ecke Schloßstraße / Hohenzollernstraße. Im Untergeschoss befanden sich auch Waschräume für Arbeiter. Ungewöhnlich war ein Tannenbaum, der sich auf dem Dach des leerstehenden Gebäudes hielt und weiter wuchs. Fabrik Beer 2


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Ein Eingang an der Hohenzollernstraße. Der Haupteingang und auch die Zufahrt zum Betriebsgelände befanden sich in der Schloßstraße. Die Anschrift der Eisengießerei war Schloßstraße 63-67.
Das leer stehende Gebäude an der Hohenzollernstraße, Ecke Rudolfstraße in Richtung Schloßstraße. Im Frühjahr 2007 wurde die Hohenzollernstraße erneuert. Fabrik Beer 4


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An der Rudolfstraße waren schon seit Jahren Fensterscheiben zerbrochen, andere Fenster waren sogar zugemauert.
Blick von der Brücke über die Bundesstraße 224 Wuppertal - Velbert in die Hohenzollernstraße und zum Gelände der Eisengießerei. Fabrik Beer 6


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Der Schornstein der Eisengießerei war weithin sichtbar, hier ein Blick von der Schwanenstraße.
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Einige Eindrücke aus dem Innern der Gebäude an der Hohenzollernstraße und an der Rudolfstraße. Durch zahlreiche Öffnungen und zerbrochene Fensterscheiben konnte man einen kleinen Eindruck in die Gebäude bekommen.


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Nachdem bereits im Jahre 2005 ein Gutachten erstellt worden war mit dem Ergebnis, dass die Fabrik nicht mehr genutzt werden kann und sich im Jahre 2006 ein Investor gefunden hatte, begann Anfang März 2007 der Abriss der ersten Gebäudeteile an der Rudolfstraße.


Zunächst fielen die Abrissarbeiten kaum auf, vor allem rückwärtige Gebäudeteile waren anfangs betroffen. Fabrik Beer 14


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Ebenfalls Anfang März 2007 begannen die Abrissarbeiten an der Schloßstraße.
Der Blick von der Hauptzufahrt an der Schlosstraße auf das Betriebsgelände. Fabrik Beer 18


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Eine der Fabrikhallen, ebenfalls auf dem Betriebsgelände an der Schloßstraße.
Die Arbeiten im Bereich der Rudolfstraße machten rasche Fortschritte. Fabrik Beer 20




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Die Fassaden an der Rudolfstraße blieben zunächst noch verschont, hier ein Blick hinter die Kulissen.
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Blick von der Hauptzufahrt auf das Gelände in Richtung Rudolfstraße / Hohenzollernstraße. Fabrik Beer 24


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Am 25. März gerieten die Arbeiten im Bereich der Schloßstraße ins Stocken: Gegen Mittag hatte ein Bagger des Dortmunder Abbruchunternehmens Feuer gefangen. Der Fahrer konnte sich noch in Sicherheit bringen, der Bagger brannte aber vollständig aus. Die herbeigerufene Berufsfeuerwehr konnte den Brand nach einer Stunde löschen. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt vermutet. Der ausgebrannte Bagger blieb noch einige Zeit an dieser Stelle stehen.
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Anfang April 2007 begann der Abriss der unmittelbar an die Hohenzollernstraße angrenzenden Gebäudeteile. Um bei vorsommerlichem Wetter eine größere Staubwolke zu vermeiden, wurde das Gemäuer ständig mit Wasser besprüht. Die Hohenzollernstraße wurde halbseitig und während der Arbeiten kurzzeitig auch komplett gesperrt. Fabrik Beer 28


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Abrissarbeiten am Bürogebäude von der Rudolfstraße aus gesehen.
Am 17./18. April 2007 fielen die restlichen Gebäudeteile an der Ecke Hohenzollernstraße / Schloßstraße dem Bagger zum Opfer. Fabrik Beer 30


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Zurück blieb ein riesiger Trümmerberg, der mit LKW abtransportiert wurde. Die Arbeiten auf dem 17 Hektar großen Gelände machten allmählich weitere Fortschritte.
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Mitte Juni standen nur noch wenige Gebäude und kaum noch etwas erinnerte an die ehemalige Gießerei. Dieses Foto vom 16. Juni zeigt die Zufahrt an der Schloßstraße und den Schornstein. Fabrik Beer 34


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Am 18. Juni war es dann soweit: Zahlreiche Schaulustige versammelten sich auf den abgesperrten Straßen.
Um 19:28 Uhr wurde der Schornstein gesprengt. Spezialisten hatten in Löchern am unteren Ende des Schonsteins Sprengladungen angebracht. Die Explosion ließ den Erdboden im Umkreis um das Fabrikgelände erzittern; im Zeitlupentempo senkte sich der Schornstein zu Boden und löste beim Aufschlagen eine Staubwolke aus. Fabrik Beer 36


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Dieses Video zeigt den Fall des Schornsteins. Um das Video (ca. 1.3 MB) zu starten, klicken Sie bitte auf das Bild.
Nachdem sich die Staubwolke gelegt hatte, war vom Schonstein nicht mehr viel zu sehen. Arbeiter inspizierten die Trümmer - alles war nach Plan verlaufen. Fabrik Beer 37


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Mitte Juli erinnerten nur noch einige Mauerreste an der Schloßstraße an die Eisengießerei.
Der Abtransport des Schutts dauerte noch Wochen an. Fabrik Beer 39


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Während im Vordergrund an der Schloßstraße noch Schutt lagerte, begannen an der Rudolfstraße bereits neue Bauarbeiten. Aus dem ehemaligen Fabrikgelände soll nach und nach eine Wohnsiedlung entstehen. Weitere Fotos werden folgen.

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