Velbert, die Stadt der Schlösser und Beschläge

Christuskirche


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christuskirche


Die Christuskirche befindet sich an der Oststraße. Mit dem Bau der Kirche wurden die beiden Architekten Franz Brantzky (Innenausstattung) und Carl Krieger (Außenausstattung) betraut. Sie entschieden sich für einen Quaderbau und verzichteten damit bewusst auf einen gotischen oder romanischen Baustil. Die Höhe des begehbaren Turmes beträgt 49 Meter. Die Dachhaube ist wie das benachbarte Pfarrhaus im Bergischen Stil gehalten.
In der Spitze des Giebels ist eine Christus-Figur harmonisch eingefügt worden. Sie wurde von dem Kölner Bildhauer G. Grasegger geschaffen. christuskirche


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Der Grundstein der Christuskirche, der sich im Innern der Kirche befindet, weist auf den Baubeginn im Jahre 1908 hin. Die Grundsteinlegung verfolgten damals etwa 3.000 Menschen. Der Pfarrer Lemmer hielt die Festsprache und der Superintendent Balke weihte den Grundstein mit diesen Worten: "Christus der Eckstein, Christen die Bausteine, Gott segne den Bau."
In der Kirche ist Platz für 850 bis 900 Gläubige. Durch die besondere Bauweise der Kirche ist von allen Plätzen ein freier Blick auf Altar, Kanzel und Orgel möglich. Da keine Säulen den Raum teilen, ergibt sich ein Gefühl der Weitläufigkeit. Die Kirche weist eine besonders gute Akustik auf, was Musikkenner zu schätzen wissen. christuskirche


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Der Taufstein besteht aus einem massiven Sandsteinblock, auf dem ein plastisch modellierter Bronzedeckel montiert ist.
Die Orgel wurde im Jahre 1909 von der Orgel-Anstalt Furtwängler und Hammer in Hannover gebaut. Nach fast 100 Jahren musste sie im Jahre 2005 restauriert werden. Die Arbeiten wurden durch den Förderverein unterstützt, der 140.000 Euro spendete. christuskirche


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An der Decke befindet sich ein so genanntes Tonnengewölbe, das verziert ist mit farbigen Kassettenbändern. In der Mitte über dem Altar fällt vor allem das große griechische Kreuz auf. Darüber wacht das "Auge Gottes".
An beiden Seiten finden sich jeweils vier eindrucksvolle Glasfenster. Sie zeigen den Zyklus der Seligpreisungen. Die Fenster wurden von verschiedenen Velberter Familien gespendet, deren Namen jeweils in den einzelnen Fenstern verewigt wurde. Der Düsseldorfer Künstler Prof. W. Döringer schuf die Fenster im Jugendstil der Glasmalerei. christuskirche


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In einem bisher ungenutzten Raum an der Turmseite der Kirche enthält drei weitere Glasbilder. Dieses wunderschöne Fenster zeigt eine Eheschließung. Es wird angestrebt, diesen Raum in Zukunft als Trauungszimmer zu nutzen. Dann wären standesamtliche und kirchliche Trauung in einem Gebäude möglich (Stand 2006).
Das Uhrwerk befindet sich in diesem Schrank im unteren Bereich des Turmes. Unscheinbar wirkt es, wenn man bedenkt wie groß die Ziffernblätter sind. christuskirche


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Die Drei Kirchenglocken sollen ursprünglich für eine Ausstellung in Düsseldorf hergestellt worden sein. Von dort aus wurden sie zunächst nach Hohensyburg geschickt, wo sie damals vor dem Kaiserpaar geläutet wurden. Die hier gezeigte kleinste Glocke trägt die Inschrift: "Die Gottseligkeit ist zu allen Dingen nütze." Auf der mittleren steht: "Kommt, es ist alles bereit." Und die größte Glocke trägt die Inschrift "Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit." Alle drei Glocken zusammen wiegen 12,3 Tonnen. Wegen ihrer Größe konnten sie nur durch Öffnungen in den Zwischendecken nach oben gezogen werden. Diese Luken sind noch vorhanden und könnten auch heute noch für einen Austausch der Glocken genutzt werden.
In der Turmspitze treffen die Dachbalken zusammen. Man kann in manchen Balken Initialien finden, die schon mehr als 50 Jahre alt sind. christuskirche


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Vom Turm hat man einen wunderbaren Blick auf die gesamte Velberter Innenstadt und die Umgebung. Hier der Blick vom Turm auf den Platz "Am Denkmal", ehemals "Kaiser-Friedrich-Platz". Dieses Grundstück wurde 1899 von der Kirchengemeinde an die Stadt verkauft, mit der Auflage, dass dort niemals gebaut werden dürfe. Somit ist ein unverbauter Blick von der Innenstadt auf die Christuskirche gegeben.
Das Pfarrhaus schließt sich der Kirche direkt an und beherbergte früher auch den Konfirmandensaal. Es ist wie die Dachhaube der Kirche im Bergischen Stil gehalten. christuskirche


Die Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Kirchengemeinde Velbert erstellt.

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